ÖAMTC Stützpunkt Wien West

Ein hochwertiges Fassadendesign in den Farben des Automobilclubs

Dem Wiener Büro Pichler & Traupmann Architekten ist es in etwas weniger als zwei Jahren gelungen, einen Gewerbebau in der Sprache zeitgenössischer Architektur umzusetzen. Als Generalplaner war es dem Architekturbüro in enger Zusammenarbeit mit dem ÖAMTC möglich, das Projekt in so kurzer Zeit zu realisieren. Hilfreich dabei waren die Methoden des Lean Managements (Last Planner System), die eine optimale Baustellenabwicklung erlauben. So konnten Prozessabläufe im Vorfeld gemeinsam festgelegt und Leerläufe vermieden werden.

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17.000 m2 an einem neuralgischen Punkt Wiens

Der neue Stützpunkt liegt an der Westeinfahrt am Wienfluss, unweit der U-Bahnlinie 4, und bietet eine gute Anbindung bei einer gleichzeitigen Präsenz im städtischen Raum. „Zu Gute kamen uns Erfahrungswerte aus der gemeinsamen Arbeit für das ÖAMTC Headquarter im Osten der Stadt“, schildert der projektleitende Architekt Wolfgang Windt. Dort hat man bereits 2013 einen Gebäudehybriden bestehend aus Büros, Prüfhalle, Seminarräumen, Mitarbeiterrestaurant, Verkaufsraum, Filmstudio, Callcenter und Heliport umgesetzt. Auf dieser Erfahrung aufbauend analysierte man im Vorfeld die vielfältige Kundenführung innerhalb beider Gebäudeteile. „Das optimierten wir so lange, bis alle Stakeholder zufriedengestellt waren“, erzählt Windt. Der Schalterbereich bildet den ‚Kopf‘ der Gesamtanlage. Aufgrund der internen Kommunikationswünsche der Mitarbeiter hat sich hier eine Kreis- bzw. Ellipsenform idealerweise angeboten. Zudem symbolisiert diese Form, wie schon bei der Zentrale verwirklicht, in gewohnter Weise das Thema der Mobilität und Dynamik des Clubs. Im Innenbereich galt es, in Bezug auf die Statik höchstmögliche Bewegungsradien zu erhalten. Architekt Windt erklärt, dass sich „die lichte Höhe daraus ergab, diverse Fahrzeugtypen abfertigen zu können“. So verwirklichte man 25 state-of-the-art Prüfplätze für PKW, Transporter, Quads und alle gängigen Zweiräder.

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Reibungslose Kommunikation der Gewerke

Windt, ein Juniorpartner im etablierten Wiener Büro Pichler & Traupmann Architekten, erzählt uns: „Parallel zur Planung riss man das Bestandsgebäude ab und räumte das Baufeld. Als vorgezogene Maßnahme verdichtete man den Baugrund nach.“ Den Zuschlag für die Generalunternehmerleistungen erhielt die ARGE HANDLER-DYWIDAG. Die Fassadenbänder in den Unternehmensfarben Rapsgelb und Schiefergrau wurden von den St. Pöltner Spezialisten für innovative Fassaden- und Dachsysteme von Pasteiner in enger Zusammenarbeit mit PREFA angefertigt. Unter der Leitung von Dieter Kotrnec definierte man für die Umsetzung der drei Fassadenbänder, die das Gebäude umhüllen, Arbeitspakete vor. Auf Basis dieser produzierte und lieferte PREFA in stetigen Schüben. Dadurch rückte man zeitgerecht mit den nach Werksplänen vorgefertigten Aluminiumkomponenten tageweise zur Baustelle aus. Eine termingerechte Umsetzung war deshalb auch in der Phase des ersten Lockdowns möglich.

Sichtbeziehungen ermöglichen

Den Passanten und dem Straßenraum zugewandt, präsentiert sich das Gebäude großzügig verglast. Dadurch werden die Sichtbeziehungen von innen nach außen und vom Servicebereich in die Prüfhalle sowie die Horizontalität betont. Dies plante man ganz bewusst im Zeichen der Unternehmensphilosophie von Transparenz und Offenheit. Die organischen Fassadenbänder segmentieren nach außen hin deutlich die Stockwerke, während großzügig transluzente Fronten das Erscheinungsbild im Erdgeschossbereich bestimmen. Entlang der Hadikgasse wird das verglaste Untergeschoss durch einen Abschluss mit vertikal verlegten PREFA Aluminium-Sidings in Schiefergrau zusätzlich hervorgehoben. Rückseitig strahlen die Einfahrtstore mit ihren fein segmentierten Plexi-Paneelen und die prominent in Rapsgelb ausgeführte Treppe hohe Funktionalität aus. Im Inneren setzen sich diese offen gestalteten Durchbrüche zwischen Kunden-/Servicebereich und Werkstätte fort, da es, so betont Wolfgang Windt, „stets um die Ermöglichung von Sichtbeziehungen zwischen Gebäudenutzern geht“.

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Eine Gebäudehülle in der kräftigen Sonderfarbe Rapsgelb

Der PREFA Objektberater Christian Wirth verrät, dass man „die Sidings entsprechend der Corporate Identity eigens in den Sonderfarben produziert hat“. Alle Fassadenbänder sind hinterlüftet und vorgehängt ausgeführt, wodurch die Horizontalität ästhetisch klar akzentuiert wird. Aufgrund der starken Ausstrahlung der Aluminium-Sidings war die Wahl schnell getroffen. „Das Recyclingpotential des Aluminiums und die Farbgarantie auf die gelbe Corporate Colour sind große Argumente“, verrät Dieter Kotrnec. Er beschreibt die vorgehängten, hinterlüfteten Fassaden deshalb als eine gleich mehrfach nachhaltige Entscheidung betreffend Langlebigkeit, Rückbaukosten und der Vielfalt von Wiederverarbeitungsmöglichkeiten. Selbst die eine oder andere von den PREFA Verlegerichtlinien abweichende Detaillösung für die anspruchsvolle Architektur aus dem Hause pxt Architekten ließ sich in einem kommunikativen Ping-Pong gut austüfteln. „Aufgrund der gewünschten Rundungen der Fassadenbänder und der Teilung der PREFA Sidings führte man zur einen Seite hin wahrlich runde Segmente und zur anderen Seite hin polygonale Formen aus“, so Kotrnec. Insgesamt verlegte man knapp 3.000 m2, um die architektonische Form der Bänder optimal zu verwirklichen.

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ÖAMTC Stützpunkt Wien West

Land: Österreich
Objekt, Ort: ÖAMTC Stützpunkt Wien West
Kategorie: Neubau
Architektur: Pichler & Traupmann Architekten
Verarbeiter: Pasteiner GmbH
Material: ➔ PREFA Sidings
Farbe: Sonderfarben Rapsgelb und Schiefergrau

Text: Marlon T. L. Fink
Fotos: Martin Croce

CLUE

PREFA hat mit der Dialog-Plattform PREFARENZEN ein Forum zur Weiterentwicklung innovativer und architektonisch hochwertiger Dach- und Fassadenlösungen aus Aluminium geschaffen.

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